Essen Original – das sind mehrere Bühnen in der Essener Fußgängerzone. Und das ganze »Umsonst und draußen«. Ich war am Samstag dort und hab mir ein paar Auftritte angesehen, nicht nur auf den großen Bühnen. Es gab auch »Open Stages«, kleine Bühnen ohne Technik, ausgestattet nur mit einer Akustikgitarre. Einer dieser Akustikkünstler war der Singer/Songwriter »Edy Edwards«, der auf der Open Stage am Generationenkulturhaus auftrat. Auch ohne elektrische Verstärkung wusste er, seine Songs darzubieten.

Dies gelang auch dem später auf dieser Bühne auftretendem »Johnny McFly«, der am Samstag ohne die »Blumengroup« auftrat. Wie der Name der Band schon vermuten lässt, spielte er Lieder der 60er und 70er Jahre, z. B. von John Lennon, Donovan oder Bob Dylan.

Ein Anlass zur Kritik bietet allerdings die Einbindung dieser Open Stages in das Gesamtprogramm von Essen.Original: Die Bühnen sind teilweise zu nah an den großen Bühnen oder an Straßen gelegen, so dass die Akustikkünstler eigentlich keine Chance haben, sich da (lautstärkemäßig) durchzusetzen. Auch waren diese Bühnen teilweise so »versteckt«, dass man sie im ersten Vorbeigehen übersehen kann. Schade, dass haben die dort auftretenden Künstler nicht verdient.

In der Fußgängerzone, zwischen den einzelnen (großen) Bühnen, boten diverse Essener Geschäftsleute ihre Waren und Dienstleistungen an. Dies geschah in einem überschaubaren Rahmen, so dass sich nicht der Eindruck eines üblichen Stadtfestes aufzwang.

Die erste Band, die ich hörte, war »Fataal« auf der Bühne am Flachsmarkt. Leider habe ich nur die letzten Songs gehört, denn die Band war wirklich gut. Weitere Events hab ich dann auf der Bühne am Kennedyplatz gesehen und gehört: Von »Essenz – Rock Dein’ Block« leider auch wieder nur die letzten Lieder, aber so ist das halt, wenn auf mehreren Bühnen parallel aufgetreten wird. Dafür hab ich dann die kompletten Shows von »Das gezeichnete Ich« und »Haudegen« mitbekommen. Der Kennedyplatz war voll; in den umliegenden Cafés gab es auch keinen freien Platz mehr. Und es kamen immer wieder Leute dazu. Die Stimmung wurde davon nur positiv beeinflusst und so konnte Haudegen auch das Publikum zum mitsingen animieren.

Der Main Act war »Katzenjammer«, welche ich leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr sehen konnte. Aber das wird ja wohl hoffentlich nicht der letzte Auftritt der vier Norwegerinnen gewesen sein.

Alles in allem: Es war eine schöne Veranstaltung. Sowohl für die Besucher, als auch für die Geschäftsleute und die Stadt Essen. So denke ich zumindest. Es ist mit Sicherheit eine positive Werbung für die Stadt gewesen. Da freu ich mich doch schon aufs nächste Jahr und bin schon gespannt, welche Bands/Künstler dann auftreten werden.

Update:
Ein paar Bilder werde ich demnächst in die Galerie hochladen. Die Bilder von der Bühne am Kennedyplatz sind jetzt online: »Das gezeichnete Ich« und »Haudegen«.