Das C@fe-42 hat den Jahreswechsel gut verkraftet und startete am Freitag mit einem CaféSATZ Poetry Slam ins neue Jahr.

Dabei schien es anfangs einen Ausfall zu geben, da der Singer/Songwriter Jonas Künne wegen Krankheit seiner Tochter leider absagen musste. Ersatz fand sich jedoch kurz danach in Person von Evan Freyer, der spontan zusagte.

Da er durch die kurzfristige Zusage noch in den »Schalke-Verkehr« (gleiche Ausfahrt auf der A2) geriet, konnte der Soundcheck erst erfolgen, als schon Publikum anwesend war. Was manch anderen sicherlich nervös gemacht hätte, wurde hier bereits zur Unterhaltung des Publikums genutzt: Moderator und Barde kennen sich von mehreren vorangegangen Veranstaltungen, so dass der Soundcheck durch eine Improvisation erfolgte, in der die beiden scherzten. Beste Unterhaltung also schon vor dem eigentlichen Beginn des Abends.

Kurz danach beginn dann der »offizielle« Teil: Wie im C@fe-42 üblich wird der Poetry Slam – nach der Begrüßung – durch den Singer/Songwriter veröffentlicht. Und so locker, wie er beim Vorprogramm (Soundcheck) begonnen hat, ging’s auch weiter. Ein schöner und lockerer Einstieg in den Slam. Wer wollte, konnte auch eine CD »Anker« erwerben. Von dieser hatte der Künstler noch die letzten Exemplare in der »Poor Artist Version« dabei: Die originalen CD-Cover, aber eine von ihm selbst gebrannte CD. Wer zu spät kam für die CD: Schade, sie lohnt sich.

Nach dem Sangeskünstler betraten dann die Wortakrobaten die Bühne: Anna Conni, Ann-Kathrin, Ilja, Markus Schenk, Nils Ittershagen, Rainer Wüst, Sara Müller und Tobi Reinartz. Sechs Minuten hat jeder Zeit, seine Texte dem Publikum zu präsentieren. Dabei ist es egal, ob es »nur« ein Text ist, oder mehrere. Begrenzend ist allein das Zeitlimit. Auch gibt es kein festgelegtes Genre, jeder kann präsentieren, was er/sie möchte. Voraussetzung: Es muss ein selbstgeschriebener Text sein. Dementsprechend wurde auch eine große Bandbreite an Texten präsentiert: Eher lyrisches, märchenhaftes, »Hip-Hop«, usw.

Nach jeder Runde wurde durch das Publikum abgestimmt. Hierzu wird ein Plastikchip in die Sammeldose des jeweiligen Poeten geworfen, für den man stimmen will. Das Zwischenergebnis wird nicht veröffentlicht. Für das Finale qualifizieren sich die drei Künstler, die in beiden Vorrunden zusammen die meisten Stimmen erreicht haben. In der Zeit der Stimmenauszählung unterhielt Evan Freyer wieder das Publikum.

Im Finale traten dann Sara Müller, Tobi Reinartz und Ilja gegeneinander an. Ilja kam direkt von seiner Arbeit ins C@fe-42 und hatte scheinbar nicht mehr daran gedacht, dass es dort zwei Vorrunden gibt und hatte nur zwei Texte vorbereitet. Damit bot sich ihm, wie er sagte, die Chance, etwas auszuprobieren, was er schon lange mal wollte: Freestyle. Also seine sechs Minuten nutzen, ohne einen Text vorbereitet zu haben.

Nach den drei Finalauftritten schloss sich eine letzte Abstimmung an, die dann live auf der Bühne ausgezählt wurde. Den silbernen Geist hat Tobi Reinartz gewonnen, auf den dritten Platz kam Sara Müller. Ilja hat mit seiner Improvisation also diesen CaféSATZ Poetry Slam gewonnen. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Glückwunsch.

Demnächst im C@fe-42

Der nächste Poetry Slam im C@fe-42 ist am 15. Februar. Als Barde ist dann Mario Siegesmund dabei, Slammer stehen noch nicht fest. Bereits jetzt am Samstag (26. Januar) startet die erste Vorrunde des »Battle of Bands 2013« im C@fe-42. Um den Finaleinzug streiten dann »She Said Battlecat«, »Skip to Friday« und »Stoned Elements«, den Abend eröffnet musikalisch Jaana und als Headliner treten die Vorjahressieger Afterdrunk auf. Wer Evan Freyer wiedersehen möchte, der/die sei auf die zweite Vorrunde im Februar verwiesen, wo er dann mit seiner Band sich dem Wettkampf stellen wird. Der Eintritt ist wie immer frei, vorbeikommen lohnt sich.

 

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