Am Sams­tag tra­fen sich wie­der drei Bands, um das zwei­te Ticket für das Fina­le des Batt­le of Bands 2013 im April zu lösen.

Dies­mal ging es schon fast ruhig zu im C@fe-42 in Gel­sen­kir­chen. Waren in den letz­ten Run­den eigent­lich immer Bands ver­tre­ten, die irgend­wo ab Hardrock/​Punk/​Ska »auf­wärts« ange­sie­delt sind, gab es dies­mal einen Pop/­Pop-Rock-Abend. So gab es auch kei­nen gro­ßen Sprung vom Ope­ner zum ers­ten Batt­le-Teil­neh­mer.

Besag­ter Ope­ner war kein Unbe­kann­ter im C@fe-42: Tom­my Klap­per, unter­stützt wur­de er von Jens Reh­win­kel an der Cajón. Die bei­den stimm­ten das Publi­kum, wel­ches den Weg durch den Schnee­fall gefun­den hat­te (und somit nicht ein »paar Meter« wei­ter beim Schal­ke-Heim­spiel waren) her­vor­ra­gend auf den Abend ein.

Die Aus­lo­sung der Start­rei­hen­fol­ge für den eigent­li­chen Wett­kampf gewann (oder ver­lor?) Evan Frey­er & Band, sie muss­ten daher direkt nach Tom­my Klap­per auf die Büh­ne. Aber son­der­lich gestört hat sie dies nicht, sie gaben von der ers­ten Minu­te Voll­gas und konn­ten das Publi­kum sofort mit­rei­ßen.

Die zwei­ten 30 Minu­ten wur­de Jaa­na & Band zuge­lost. Sie waren erst um 14.00 Uhr für »End­lich Frei!« ein­ge­sprun­gen, die lei­der krank­heits­be­dingt absa­gen muss­ten. Ein Musi­ker weni­ger, dafür ein Instru­ment mehr hieß es somit auf der Büh­ne. Denn bei Jaa­na kam – für das C@fe-42 eher unge­wohnt – eine Quer­flö­te zum Ein­satz. Auch konn­te sie mit ihrer teil­wei­se rau­hen und druck­vol­len Stim­me punk­ten. Rock-Ein­flüs­se kamen an die­sem Abend auch durch.

Punk- und Rock-Ein­flüs­se gab es auch beim drit­ten Batt­le-Teil­neh­mer: 4spurig. Die vier Jungs in den rot-karier­ten Fla­nell­hem­den aus dem Sauer­land gaben von Anfang an alles und hiel­ten die­ses Tem­po auch über die vol­len 30 Minu­ten durch. Und auch das Publi­kum war noch nicht müde und hüpf­te mit.

A pro­pos Publi­kum: Dies hat­te nun wie­der die Qual der Wahl. Wem gibt man die drei Punk­te, wem zwei und wer kriegt den einen Punkt? Leicht war es nicht. Und wäh­rend Micha­el Mey­er noch auf die Abstim­mungs­re­geln erklär­te, bil­de­te sich schon eine Schlan­ge an der Wahl­ton­ne.

Wäh­rend der Abstim­mung wur­de die Büh­ne ein letz­tes Mal an die­sem Abend umge­baut und der Head­liner trat auf: Cap­tain Dis­ko. Eini­gen ist die Kapel­le viel­leicht noch bekannt, gewan­nen sie doch in leicht ande­rer Beset­zung (und unter dem Namen Tauch­sport) den Batt­le of Bands 2010. Cap­tain Dis­ko – der Name ist Pro­gramm. Auf der Büh­ne still ste­hen fällt ihnen sicht­lich schwer, sie sind immer in Bewe­gung, auch in ihrer Musik. Aber eben nicht (nur) rei­ne Dis­ko-Musik, auch Ein­flüs­se aus ande­ren Musik­rich­tun­gen waren erkenn­bar. All dies zusam­men trug zur Stim­mung bei, die die Band ver­brei­te­te, so kann man gut fei­ern.

Zum Schluss des Abends wur­de es dann noch­mal span­nend: Wer hat den Ein­zug ins Fina­le geschafft? Jaa­na & Band beleg­ten den drit­ten Platz. Sie konn­ten lei­der in der Kür­ze der Zeit ihre Fans nicht mobi­li­sie­ren. Aber Hut ab, so kurz­fris­tig ein­zu­sprin­gen, ohne sich rich­tig dar­auf vor­be­rei­ten zu kön­nen, ohne die Fans mit­neh­men zu kön­nen. Den zwei­ten Platz beleg­ten die sauer­län­di­sche Kom­bo 4spurig. Somit hat Evan Frey­er & Band die­se Vor­run­de gewon­nen und darf (muss?) im Fina­le spie­len.

Finale

Das Fina­le fin­det am 27. April mit den Gewin­nern der drei Vor­run­den statt, das »Rah­men­pro­gramm« bestrei­ten dann Edy Edwards und Kryp­to­ni­te. Der drit­te Final­teil­neh­mer wird am 23. März ermit­telt. Um das letz­te Final­ti­cket wett­strei­ten dann Cat­fi­sh, Eter­nal Sand und Dis­rup­ti­ve Minds; Head­liner sind Team Sucker­Punch und Ope­ner ist Tom­my Fin­ke, der seit Wochen die RuhrCharts anführt.

Am 15.  März fin­det im C@fe-42 ein wei­te­rer Café­SATZ statt, der Poe­try Slam des C@fe-42. Gemel­det sind bis jetzt Acho, Ein­fach Jens, Der Sascha, Rai­ner Wüst, anna­conni und Tobi­as Hei­mann. Musik gibt’s dann von Sami Bou­am­ra­ne, der extra aus Ham­burg anreist. Der Ein­tritt ist bei die­sen Ver­an­stal­tun­gen frei.

 

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