Eine spontane Idee und ihre Auswirkung: Brigitte Vollenbergs Wohnzimmer war voll – allerdings fand sich dort keine Leiche.

Die spontane Idee war eine musikalische Wohnzimmerlesung. Ebenso spontan wie die Idee, waren wohl auch die Plätze belegt. Ich war froh, eingeladen zu sein.

Aber was war jetzt das mörderische? Vielleicht der »Aufstieg«, immerhin musste man ins dritte Obergeschoss? Nein, das war’s nicht. Sondern: Drei der »mörderischen Schwestern« präsentierten ein paar ihrer Texte: Brigitte Vollenberg, Britt Glaser und Ute Heymann gen. Hagedorn. Damit es nicht allzu blutrünstig wurde, streute der Lyriker Dirk Juschkat ein paar seiner »leisen Gedanken« ein.

Zwischen den einzelnen Autoren griff dann der Herner Blues-Rocker Edy Edwards zur Gitarre und sang den ein oder anderen seiner Songs. Aber nicht einfach wahllos irgendwelche Songs, sondern immer passend zum jeweiligen Text. Und dabei spielte er nicht nur Stücke von seinen bereits veröffentlichten CDs, sondern auch welche von der neuen, die hoffentlich bald erscheint.

Da gebanntes Zuhören hungrig macht, wurde auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Seien es »kleine Leckereien«, egal ob süß oder lieber deftig, diverse Brotaufstriche, Oliven, Käse, für jeden Geschmack war etwas dabei, genau wie bei den Getränken.

Wer nicht genug bekommen hat von den Krimis, Gedichten oder der Musik, konnte sich am Bücher- bzw. CD-Tisch mit Nachschub versorgen. Denn alle Autoren des Abends haben bereits Bücher bzw. CDs veröffentlicht. Natürlich hat auch Edy Edwards seine bereits veröffentlichten CDs mitgebracht.

Jetzt möchte ich mich noch einmal bei Brigitte Vollenberg für die herzliche Einladung bedanken, und bei allen Künstlern des Abends: Danke, es war ein wundervoller Abend, in schöner Umgebung und völlig ungezwungen.

PS: Wenn ihr die Möglichkeit habt, einen der fünf (oder alle) mal zu hören: Nutzt sie, es lohnt sich. Die kommenden Termine stehen auf den Webseiten der Künstler. Dort sind sie (in drei Wochen) aktueller, als wenn ich hier ein paar nennen würde.