Was macht man bei die­sem hei­ßen Wet­ter mit einem Poe­try Slam? Man ver­legt ihn kur­zer­hand nach drau­ßen.

So gab es am Frei­tag die ers­te Open-Air-Aus­ga­be des Café­SATZ Poe­try Slams im C@fe-42. Und ich fin­de, die­se Ent­schei­dung hat sich mehr als gelohnt. Super Wet­ter, super Slam­mer, super Musi­ker, super Team, super Café­SATZ.

Der Bar­de war Thors­ten Silt­mann, in der Regi­on kein Unbe­kann­ter. Er spiel­te Rein­hard-Mey-Songs, wel­che auf­grund der Tex­te allein schon gut zu einem Poe­try Slam pas­sen. Ich hat­te nicht auf­ge­passt und nicht mit­be­kom­men, dass er Mey covert; als ich den ers­ten Song hör­te, muss­te ich direkt an Rein­hard Mey den­ken, obwohl ich den Song nicht erkannt hat­te. Spricht also sehr für ihn, er kommt dem Ori­gi­nal sehr nah.

Doch ein Poe­try Slam geht nicht ohne Slam­mer. Kurz vor Feri­en­an­fang kamen Paul Lan­ger, Mul­le, David Gras­hoff, Leif Kl, Ruby Tues­day und Sim Pan­se zum Café­SATZ nach Gel­sen­kir­chen. Für einen nicht erschie­nen Slam­mer sprang ganz kurz­fris­tig Max ein, der eigent­lich als Zuschau­er gekom­men war. Der Weg auf die Büh­ne ist kurz …

Wie gewohnt gab es wie­der sehr unter­schied­li­che Tex­te. Tex­te, über die man lachen konn­te, aber auch sol­che, die sehr zum Nach­den­ken anre­gen, über aktu­el­le Ereig­nis­se, z. B. in der Tür­kei. Durch die zwei Vor­run­den konn­te sich jeder Künst­ler zwei­mal dem Publi­kum prä­sen­tie­ren.

Nach den bei­den Vor­run­den spiel­te Thors­ten Silt­mann ein paar Songs, um die Zeit der Aus­wer­tung der bei­den Abstim­mungs­run­den kurz­wei­lig zu über­brü­cken. Wobei »über­brü­cken« jetzt nicht abwer­tend gemeint ist. Im Gegen­teil, Thors­ten covert Mey her­vor­ra­gend.

Im Fina­le muss­ten Mul­le, Sim Pan­se und David Gras­hoff gegen­ein­an­der antre­ten und das Publi­kum hat­te ein letz­tes Mal die Qual der Wahl. Und dies­mal muss­te ein Teil des Publi­kums zwei­mal abstim­men, da durch ein Miss­ge­schick zwei der drei Stimm­do­sen umge­fal­len waren. Wie üblich beim Café­SATZ wur­den die Final­stim­men live vor Publi­kum aus­ge­zählt: Den drit­ten Platz beleg­te David Gras­hoff. Mit sei­nem erst kurz vor­her fer­tig­ge­stell­ten Text beleg­te Sim Pan­se den zwei­ten Rang. Für Mul­le blieb also nur noch der Sieg übrig, wovon sie selbst sicht­lich über­rascht war.

 

 

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