Mon­tag Abend in Wat­ten­scheid, bei der Wohl­klang Wort­büh­ne: Ein Tisch, ein Glas Was­ser, eine Lesung. Aber wer jetzt an eine typi­sche »Was­ser­glas­le­sung« denkt, liegt falsch, denn: Das gibt es nicht.

»Das gibt es nicht« – so heißt das Gemein­schafts­pro­gramm der vier Autoren Clau­dia Kociucki, Micha­el Mey­er, Jochen Ruschew­eyh und Lou­is Jan­sen. Lesung beschreibt es nicht genug, vor allem, da auch viel mehr gebo­ten wird. Ich wür­de es wohl Lese-Per­for­mance nen­nen: Ein­zel­le­sung, Grup­pen­le­sung, Pan­to­mi­me, teil­wei­se wur­den die Tex­te auch auf­ge­führt. Und das gan­ze gar­niert mit Wort­witz und etwas spon­ta­ner Come­dy, z. B. weil sich einer der vier im Text ver­has­pelt hat; es wur­de wie natür­lich in das Pro­gramm mit ein­be­zo­gen und zur Unter­hal­tung genutzt.

Jeder der vier Autoren brach­te Tex­te in die Show ein: So woll­te Jochen z. B. »Miss Kit­ty beein­dru­cken«, wäh­rend Lou­is von Fami­lie Knud­del­plüsch erzähl­te. Jochen las natür­lich auch aus sei­nen Band­ge­schich­ten. Clau­dia schrieb nicht nur über hei­li­ges Milch­vieh, son­dern auch gleich­zei­tig, dass bay­risch nicht unbe­dingt ver­ständ­lich ist – auch nicht für Bay­ern. Jochen führ­te pan­to­mi­misch einen Text von Micha­el vor und Clau­dia unter­stütz­te Micha­el spä­ter bei dem Text »War­um sie da ist«.

Zum krö­nen­den Abschluss gab es dann natür­lich auch den Text, mit dem die vier beim »Open Wort Café« gewon­nen haben: Mär­chen­land ist aus­ge­brannt. Drei Mär­chen­fi­gu­ren sit­zen wegen Burn­outs beim Psychiater …

Wer es dies­mal ver­passt hat, soll­te auf jeden Fall die nächs­te Gele­gen­heit, die sich bie­tet, nut­zen, um die vier live zu erle­ben. Es lohnt sich wirk­lich. Und mit die­ser Mei­nung ste­he ich nicht allei­ne da, wie die Kom­men­ta­re bei der Face­book-Ver­anst­anltungs­sei­te beweisen.

Vorschau

Auch nicht ver­pas­sen soll­te man den kom­men­den Mon­tag (25. Novem­ber) bei der Wohl­klang Wort­büh­ne, denn dann ist wie­der Zeit für die Lückentext_​_​Show. Zu Gast ist dies­mal Jan Phil­ipp Zym­ny. Aller­dings gibt es nicht mehr vie­le freie Plät­ze, näm­lich nur noch neun. Reser­vie­run­gen bit­te direkt an Micha­el Mey­er. Der Ein­lass ist ab 18.30 Uhr und der Ein­tritt kos­tet fünf Euro.

Danach gibt es dann zwei­mal Poet­ry Slam: Am 6. Dezem­ber im C@fe-42 in Gel­sen­kir­chen (19.00 Uhr, Ein­tritt frei) und am 11. Dezem­ber wie­der in Wat­ten­scheid bei der Wohl­klang Wort­büh­ne (19.00 Uhr, Ein­tritt vier Euro oder würfeln).

Am 21. Dezem­ber geht’s dann im C@fe-42 musi­ka­lisch mit »Stoned Ele­ments«, »Skip to Fri­day« u. a. wei­ter (19.00 Uhr, Ein­tritt frei). Zwei Tage spä­ter, am 23. Dezem­ber, gibt es dann auf der Wohl­klang Wort­büh­ne ein Wie­der­se­hen mit Clau­dia Kociucki bei der Lückentext_​_​Show (18.30 Uhr, Ein­tritt fünf Euro).

PS: Dan­ke, dass ihr end­lich mal Rum­pel­stilz­chens Vor­na­men genannt habt.