Letz­ten Frei­tag war wie­der Poe­try Slam. Klar, sagt ihr jetzt, weiß ich, in Bie­le­feld, die deutsch­spra­chi­gen Meis­ter­schaf­ten. Ja, die waren auch, aber ich mein­te jetzt den Café­SATZ Poe­try Slam im C@fe-42.

Das C@fe-42 muss die Ter­mi­ne gut ein Jahr im Vor­aus pla­nen, daher lag die­ser Slam par­al­lel zu den Meis­ter­schaf­ten. Und etwas Bie­le­feld hat­ten wir auch: Erik Leich­ter (Chem­nitz) kam vor­bei, da er am Frei­tag kei­nen Auf­tritt in der nicht­exis­tie­ren­den Stadt hat­te. Aber auch die wei­te­ren sechs Slam­mer (Ger­r­ard Schu­eft (Chem­nitz), Tobi­as Reinartz (Dins­la­ken), Mar­kus Berg (Mün­chen), Angie San (Gel­sen­kir­chen), Tuna Touret­te (Bochum), Ste­fan Alex­an­der (Dors­ten) und Ralph Bey­er (Wup­per­tal)) sorg­ten für gute Unter­hal­tung – und natür­lich auch die bei­den Musi­ker: Jaa­na mit ihrer super Stim­me und Adri­an am Cajón.

Zwei Vor­run­den mit allen acht Slam­mern, jeder hat sechs Minu­ten Zeit – die übli­chen Café­SATZ-Regeln also. Am Anfang rief Ste­fan mit sei­nem Text »Iss mit Stil« zu mehr Slow Food auf. Alles ande­re als lang­sam ging es dann mit Tobi wei­ter: Er träum­te von einer Rake­te namens Peter. Angie glaub­te anschlie­ßend, Mar­tin Sem­mel­rog­ge im Super­markt zu sehen.

Ger­r­ard slam­te über dür­re Frau­en, wäh­rend Ralph danach von jeman­den erzähl­te, dem sei­ne thai­län­di­sche Frau abge­hau­en war. War­um er Slam­mer gewor­den ist, erzähl­te uns Tuna in sei­nen dar­auf­fol­gen­den Auf­tritt. Wenn der Foto­wi­kin­ger anwe­send gewe­sen wäre, hät­te er viel­leicht bei Mar­kus’ Text  Angst bekom­men: Es ging um eine Zwangs­ra­sur. Zum Abschluss der ers­ten Vor­run­de erzähl­te Erik noch von sei­nem Urlaub in Lon­don.

Nach der Abstim­mung und einer kur­zen Pau­se erklär­te uns Erik, was es mit der bei­gen Rent­ner­uni­form auf sich hat. Mar­kus kon­sta­tier­te danach, dass es zu vie­le Zip­fel am Gip­fel gibt. Im Anschluss such­te Tuna einen neu­en Job und bewarb sich als Bun­des­prä­si­dent, da die­se Stel­le der Erfah­rung nach wohl dem­nächst eh wie­der frei wird. Ralph beschrieb einen (kli­schee­haf­ten) Besuch im Chi­na-Restau­rant und Ger­r­ard erzähl­te von sei­nen Cha­rak­ter, der kei­ne Pha­se ist und sei­nem Albi­no-Hasen Bla­cky. Angie atme­te anschlie­ßen text­lich aus und Tobi sprach von einem fal­len­den Döner. Zum Abschluss kam von Ste­fan noch­mal ein erns­te­rer Text über die Res­sour­ce Mensch und den Umgang mit Men­schen.

In der nun fol­gen­den Abstim­mungs­pau­se begeis­ter­ten Jaa­na mit ein paar wei­te­ren Songs – und Back­stage wur­den die Stim­men aus­ge­zählt. Im Fina­le star­te­te Ger­r­ard mit einem Ein­blick ins Shop­ping-Fern­se­hen. Erik erklär­te danach die säch­si­sche Jugend­kul­tur und Tuna hat­te einen Text über Bat­man.

Nach einem Abend mit bes­ter Unter­hal­tung wur­de nun ein letz­tes mal für die­sen Abend abge­stimmt – das Ergeb­nis war ein­deu­tig. Den drit­ten Platz beleg­te Ger­r­ard, Erik gewann Sil­ber. Das Publi­kum wähl­te somit Tuna Touret­te als Sie­ger des Novem­ber Café­SAT­Zes. Herz­li­chen Glück­wunsch. Und auch hier noch­mal einen herz­li­chen Glück­wunsch an Jan Phil­ipp Zym­ny, der die deutsch­spra­chi­gen Meis­ter­schaf­ten gewon­nen hat.

Dezember

Der nächs­te Café­SATZ Poe­try Slam im C@fe-42 fin­det am 6. Dezem­ber statt; Ein­lass ist ab 19.00 Uhr und der Ein­tritt ist wie immer frei. Für Musik wird dann Micha­el Völ­kel sor­gen. Eine Woche spä­ter, am 11. Dezem­ber, fin­det der Wohl­klang-Slam der Wohl­klang Wort­büh­ne in Wat­ten­scheid statt. Ein­lass ist hier ab 18.30 Uhr, der Ein­tritt kos­tet vier Euro – es darf aber auch um den Ein­tritt gewür­felt wer­den. Bei bei­den Slams schei­nen wohl noch Start­plät­ze frei zu sein, man kann sich also noch bei Micha­el Mey­er mel­den.

 

 

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