Am 11. Dezem­ber lud die Wohl­klang Wort­büh­ne zu ihrem fünf­ten Poe­try Slam nach Wat­ten­scheid.

Um die Gunst und somit die Stim­men des Publi­kums war­ben sechs Slam­mer: Rai­ner Wüst, Caro, Tobi­as Reinartz, Alex­an­der, Zer­bo­lesch und Tuna Touret­te. Rai­ner verschte es mit einem Text über unse­re All­tags­göt­ter, wie bei­spiels­wei­se Mie­le oder Toshi­ba. Caros Text danach fand ich schon etwas wir­rer: Eine jun­ge Frau schnei­det ihrem Part­ner den Penis ab, klebt ihn in ein Album und ver­spürt dann Lust auf Sex.

Mit dem The­ma Lust ging es dann bei Tobi­as auch direkt wei­ter, aller­dings eher die Lust auf ein Rog­gen­misch­brot, wäh­rend sich bei Alex­an­der alles um Film­ti­tel dreh­te. Zer­bo­lesch erzähl­te, was einem pas­sie­ren kann, wenn nach einer Par­ty­nacht die Schorn­stein­fe­ge­rin klin­gelt, um nach den Gas­öfen zu sehen, und man ihr unten ohne die Tür öff­net. Tuna schloss die ers­te Vor­run­de mit einem Text über (s)eine Rock­band ab.

Nach der Zuschau­er­ab­stim­mung und einer kur­zen Pau­se ging es dann mit der zwei­ten Vor­run­de in umge­kehr­ter Start­rei­hen­fol­ge wei­ter: Tuna sprach über eine Woh­nung mit Cha­rak­ter und Zer­bo­lesch such­te anschlie­ßend in Ber­lin eine Woh­nung. Alex’ Text danach ging um Poli­tik und Tobi ver­such­te, einen BAföG-Antrag ein­zu­rei­chen. Caro erzähl­te, wie­viel Spaß man mit einem 24-Stun­den-Lip­pen­stift haben kann –  beson­ders, wenn man ihn beim Kin­der­schmin­ken  ein­setzt. Rai­ner brach­te zum Schluss der Vor­run­den sei­nen neu­en Text »Emap­thie wie nie.«

Ins Fina­le wur­de Tobi­as, Zer­bo­lesch und Tuna gewählt. Tobi­as erzähl­te eine (fast) herz­ze­rei­ßen­de Geschich­te über den Ver­lust sei­nes Döners, der ihm qua­si in der Hand starb aus­ein­an­der­fiel. Zer­bo­lesch fiel auf, dass an die­sem Abend die Lyrik zu kurz gekom­men sei und änder­te dies mit sei­nem Final­auf­tritt. Tuna sprach über Musik, die heu­ti­ge und die dama­li­ge.

Ein letz­tes Mal durf­te das Publi­kum an die­sem Abend abstim­men. Tobi­as Reinartz kam auf den drit­ten Platz. Zer­bo­lesch und Tuna Touret­te beleg­ten punkt­gleich den Gold­rang. Herz­li­chen Glück­wunsch.

Der nächste Poetry Slam

Wer Lust hat, selbst live bei einem Slam dabei zu sein, hat schon mor­gen (Don­ners­tag, 19. Dezem­ber) im Forum des Glad­be­cker Hei­sen­berg-Gym­na­si­ums die Gele­gen­heit. Dort fin­det ab 19.00 Uhr (Ein­lass 18.30 Uhr, Ein­tritt 3,00 € (Schü­ler: 1,50 €)) ein Slam zum The­ma »Mei­ne Vor­stel­lung vom Glück« statt. Der Slam geht aus einem Kurs (oder Work­shop, oder sowas in der Art) her­vor, der dort ange­bo­ten wur­de und u. a. von Micha­el Mey­er betreut wur­de. Ange­li­ka trat ja schon letz­ten im C@fe-42 ein und beleg­te dort auf Anhieb den zwei­ten Platz.

A pro­pos C@fe-42: Dort fin­det der nächs­te Café­SATZ Poe­try Slam am 17. Janu­ar 2014 statt. Bis­her haben sich Maschi, Anke Fuch und Ralph Bey­er ange­mel­det. Ein­lass ist wie immer ab 19.00 Uhr und der Ein­tritt ist natür­lich frei. Der Gewin­ner des Slams gewinnt, was von den Zuschau­ern mit­ge­bracht wird.

 

 

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