Eine Woche ist Nikolaus nun her, doch im ganzen Umzugsstress komm ich erst jetzt dazu, ein paar Zeilen (und Fotos) zum letzten CaféSATZ Poetry Slam des Jahres im C@fe-42 zu posten.

Wie üblich im C@fe-42 spielte ein Singer/Songwriter als Opener. Diesmal war es der Spielmann Michael Völkel. Spielmann trifft’s hier gut, da er auch auf Mittelaltermärkten als Spielmann Michel von der Voelkelweyde unterwegs ist. Beim CaféSATZ spielte er auch mittelalterliche Melodien, wie z. B. das Palästinalied oder den Rattenfänger, aber auch moderne Stücke wie »Moonlight Shadow«, oder auch Jazz – und das alles auf seiner Akustikgitarre.

Die Startreihenfolge des Poetry Slams wurde wie immer vor Beginn ausgelost und das Los meinte es gut mit der Reihenfolge: Nach dem Spielmann musste Roling, seines Zeichens Geschichtenerzähler, auf die Bühne (und den Slam damit eröffnen). Er versuchte das Christentum zu erklären, kam aber auch schnell auf andere Themen.

Danach musste Awa auf die Bühne und nach ihr sprach Jürgen Ludwig über das NLeK-Syndrom, das Neun-Leute-ein-Klo-Syndrom. Anna Conni präsentierte danach einen Dikdiks-Text ohne Dikdiks.

Nach Rainer Wüst kam dann Angelika auf die Bühne, die ihren Text »Das Glück ist schwul« vortrug. Das dies ihr erster Auftritt bei einem Poetry Slam war, merkte man ihr absolut nicht an. »Marc mit C« hatte anschließend einen Clown gefrühstückt –  jedenfalls seinem Text zufolge. Die erste Runde schloss Mulle mit ihrem »Stimmenwirrwarr« ab.

Nach einer Pause ging es dann wieder in umgekehrter Startreihenfolge in die zweite Vorrunde: Mulle erzählte von der »Hauptspeise Leben« und Marc reimte. Angelika erzählte anschließend, wie es ist, »wenn das Glück Dir in die Fresse haut«.

Rainer erzählte aus seiner (fiktiven) Kindheit und seinem Meerschweinchen Empathie, bevor Anna in ihrem Text fragte, warum einige Leute arge Unterschiede zwischen dem Unfall von Paul Walker und dem Unfall, der sie auf der A46 behinderte, machten. Warum der eine ihnen Leid tat, während der andere Verunfallte zum Hassobjekt wurde.

Jürgen erzählte danach von Hausmeister Axel Kruschke und Awa sagte, wie es ist, »wenn Du weg bist«. Der Geschichtenerzähler Rohling erzählte zum Schluss der Vorrunden noch die Geschichte, als der Bauer mit seiner Frau im Mittelalter die Rollen tauschten.

Ich weiß nicht, ob beim CaféSATZ schon einmal vier Leute ins Finale gewählt wurden, aber diesmal war es so: Zwei punktgliech auf dem ersten Platz der Vorrunden, zwei punktgleich dahinter. Die Reihenfolge wurde wieder per Zufall entschieden. Rainer traf das Los des ersten Starters im Finale, Marc folgte ihm mit seinem Text über »bessere Zeiten – oder: Once I Had a Woman«. Mulle sprach danach über den Weltuntergang; Angelika beendete die Finalrunde.

Vier Slammer im Finale, da war die Chance also groß, dass einer leer ausgeht. Und dieses Schicksal traf »Marc mit C«. Rainer hatte da etwas mehr Erfolg bei der Zuschauerabstimmung und belegte den dritten Platz. In ihrem ersten Poetry Slam überhaupt belegte Angelika den zweiten Platz. Mulle errang somit wiederholt in dieser Saison den Sieg. Da sie mit ihrem ersten Platz beim Open-Air-CaféSATZ im Juli bereits für das Saisonfinale im Mai qualifiziert ist, geht die Dezember-Qualifikation an Angelika. Herzlichen Glückwunsch nochmal allen Gewinnern.

Nächstes Jahr

Der nächste CaféSATZ Poetry Slam im C@fe-42 findet am 17. Januar 2014 statt. Noch ist die Anmeldeliste sehr übersichtlich, sie wartet also geradezu auf eure Anmeldung. Am 21. Dezember verabschiedet sich das C@fe-42 dann mit einem Konzert in die Weihnachtspause: »Skip to Friday« und »Stoned Elements« werden dann gepflegt in die Saiten greifen. Eintritt ist wie immer frei.

 

 

Mehr Fotos …

sind in der Galerie: