Letzten Freitag gab’s im C@fe-42 wieder Wortkunst auf die Ohren, beim vorletzten CaféSATZ Poetry Slam der Saison 2013.

Nach den in der Szene üblichen Zu- und Absagen noch kurz vor Beginn waren sieben Slammer gekommen, den besten unter ihnen auszumachen. Doch vorher brachte ein Singer/Songwriter das Publikum im gut gefüllten C@fe-42 in Stimmung: Captain’s Diary. Und das tat er gut, nicht nur zu Beginn, sondern auch zwischen den Vorrunden, vor und nach dem Finale.

Nach dem Barden wurde es dann ernst für die Poeten. Björn Gögge erklärte, dass »Björn« auf schwedisch Bär bedeutet und Niko Sioulis erzählte Szenen von einer Straßenschlägerei aus unterschiedlichen Perspektiven. Anna Conni ließ uns danach an ihrem fiktiven Tequila-Konsum teilhaben und Tobias Reinartz führte in allen Einzelheiten aus, warum das Leben auf dem Land (Dinslaken) so schön ist und welche Arbeit es macht, uns Städter das nicht wissen zu lassen.

»Christofer mir F« ließ seiner Phantasie über die Zwangstätowierung von bestimmten TV-Gesichtern freien Lauf – Attitude. Elke Holland präsentierte gleich eine ganze Textsammlung, wobei es (nicht nur) mir dann schon zu viele Texte waren – weniger ist dann doch manchmal mehr.  Zum Schluss der ersten Vorrunde sagte uns Sven Hensel, warum er lieber laufen statt schreiben will.

Nach der Abstimmung, einer kurzen Pause und Musik (diesmal sogar mit weiblicher Gesangsbegleitung) ging es dann in umgekehrter Reihenfolge in die zweite Vorrunde: Sven erklärte, warum er nie Schriftsteller wird und Elke hatte wieder eine Sammlung mitgebracht, die auch gut zum Porno-Slam der Wuppertaler Wortpiraten gepasst hätte. Christofer erzählte anschließend von seinem nackten Hintern, allerdings nicht im Porno-Kontext, sondern auf der Toilette.

Tobias führte danach aus, warum studieren so ähnlich ist, wie in einem bunten Raum zu sitzen – vor allem, wenn vor einem das Buch »Einführung in Mathematik für Ingenieure« liegt. Anna hatte danach einen sehr kurzen, aber keineswegs schlechten Text: Astronautin. Nikos Text beschäftigte sich mit Alkohol am Steuer: Wenn Blicke töten. Zum Abschluss der zweiten Vorrunde hatte Björn noch einen Text zum Smartphone-Zeitalter.

Hieran schloss sich die Abstimmung und eine weitere kleine Pause an, zu deren Abschluss der Barde wieder in die Saiten griff. Nun folgte das Finale, für das sich drei der Slammer in den Abstimmungen qualifiziert hatten: Christofer musste als erstes auf die Bühne und präsentierte einen neuen Text, den er erst (ganz) kurz zuvor fertig gestellt hatte: »Als ich einen Poetry Slam gewann«. Darin fragte er sich (und uns), was das oft genutzte Wort »authentisch« (»Ich fand Dich bei Deinem Auftritt authentisch«) eigentlich bedeuten soll in diesem Zusammenhang. Sven war der zweite Finalteilnehmer und Niko schloss die Runde mit der Frage »Spürt ihr euer Herz schlagen« ab.

Eine schnelle Abstimmung später stand auch der Sieger des Abends und damit Teilnehmer des Saisonfinales im Mai fest: Niko belegte den dritten Platz, Sven bekam das silberne Schwein. »Christofer mit F« gewann den Februar-CaféSATZ also. Herzlichen Glückwunsch allen noch einmal.

Ausblick

Der nächste Dichterwettstreit im C@fe-42 findet am 14. März statt. Bisher haben sich dafür Angie San, Louis Jansen, Björn Rosenbaum, Adriana, Jürgen Ludwig, Rainer Wüst und Jan Schmidt angemeldet. Für Musik sorgen »Gebrüder Gold«.

A propos Musik, a propos Wettstreit: Am kommenden Samstag (22. Februar) findet im C@fe-42 die zweite Vorrunde des Battle of Bands 2014 statt. Um den Einzug ins Finale werden dann Stoned ElementsBoolLyra’s Legacy und The Optimus Prime. Als Opener spielt Tommy Klapper und Headliner sind Kryptonite.

Einlass ist bei beiden Veranstaltungen 19.00 Uhr, Beginn gegen 19.30 Uhr und der Eintritt ist dabei wie immer frei.

 

 

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