War das ein Abend. Eine Woche ist das Finale des Battle of Bands 2014 im C@fe-42 nun her und zwischen AGH, Renovierung und Hüft-/Rückenschmerzen komm’ ich jetzt auch endlich dazu, euch an ein paar meiner Eindrücke teilhaben zu lassen.

Man nehme vier großartige Kapellen im Battle, eine hervorragende Band als Headliner und ein ausgezeichneter Singer/Songwriter und heraus kommt eben dieser erwähnte glorreiche Abend. Der Solokünstler und Opener des Abends war kein anderer als Max Buskohl. Mit seiner Erfahrung und vor allem seinem Können riss er direkt das Publikum mit: Mal ruhiger, mal »bluesiger«, mal rockiger.

Der Opener hatte gut vorgelegt, aber das störte die Finalteilnehmer nicht im geringsten, sie machten einfach dort weiter. Als ersten zeigten Stonebraze, dass sie sich nicht verstecken brauchen.

Nach ihnen betraten »Lyra’s Legacy« die Bühne. Für einige Mitglieder der Band war es eine Rückkehr, hatten sie doch als Heavenfall vor sechs Jahren schon einmal den Contest gewonnen. Musikalisch hatte ich hin und wieder die Assoziation zu Nightwish, hauptsächlich bei den Keyboard-Parts (und ja, ich mag/mochte Nightwish).

Die dritte Kapelle hat den Battle auch schon einmal gewonnen, naja, drei fünftel der Band zumindest. Das war im Jahr 2012 und damals hießen sie Afterdrunk, jetzt heißen sie »The Dirty Lixx (jetzt: Slippery Affair)« und haben immer noch die Power von damals auf der Bühne. Musikalisch irgendwo bei Hair-Metal, Glam- und Beer-Rock.

Auch die letzten Battle-Teilnehmer sind keine Unbekannten im C@fe-42 mehr, haben die doch schon letztes Jahr teilgenommen und auch beim »Weihnachtskonzert« mitgespielt: Stoned Elements. Und da noch nicht genug ehemalige Battle-Gewinner auf der Bühne standen, holten sie sich bei einem Song die Jungs von »Skip to Friday« als Background auf die Bühne – immerhin die Vorjahresgewinner: Yeah, oh yeah …

Und wer jetzt glaubte, der Abend hätte seinen Höhepunkt erreicht, täuschte sich: Während der Abstimmung und anschließenden Auszählung zeigten die vier Jungs von »Captain Disko« (welche übrigens als »Tauchsport« auch schon den Battle gewonnen hatten), dass man Metal-Fans auch durchaus mit nicht ganz so harten Klängen mitreißen kann. Noch einmal volles Programm auf die Ohren.

Das Publikum konnte nicht genug kriegen und forderte immer wieder eine Zugabe, doch leider gibt es im C@fe-42 ein Zeitlimit, damit die Nachbarn sich nicht beschweren. Und dieses Limit wurde schon überzogen. Aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Zum Schluss wurde es dann noch einmal spannend, stand doch noch die Siegerehrung aus. Auf den vierten Platz wurden Stonebraze gewählt, Platz drei ging an Stoned Elements.

Waren zwischen den Plätzen zwei bis vier schon keine großen Punktabstände, so wurde es zwischen Platz zwei und ein noch enger: Ganze neun Punkte (oder anders: drei Stimmen bei 3:0 Punkten) entschieden schließlich zwischen Lyra’s Legacy und The Dirty Lixx – und diesen minimalen Vorsprung konnten The Dirty Lixx für sich verbuchen. Herzlichen Glückwunsch nochmal an alle vier Bands.

Nach dem Battle …

… ist vor dem Battle. Die nächste Bewerbungsphase beginnt in ca. ’nem halben Jahr, also Zeit genug, sich Gedanken darüber zu machen.

… ist vor dem Slam. Allerdings erst im Mai, dafür dann aber auch ein Finale, nämlich das Saisonfinale. Bisher haben sich folgende Monatssieger angemeldet: Anke Fuchs (Januar), Coo (September), Mulle (Juli), Christofer_mit_f (Februar), Tuna Tourette (November), Elina Raddy (Oktober) und Jan Schmidt (März).