Da es mir noch immer nicht wirk­lich gut geht, gibt’s heu­te was von der Plat­te. Gut abge­han­gen sind die Bil­der schon, sie stam­men aus Sep­tem­ber bzw. Okto­ber 2014, aber bis­her hat­te ich sie noch nicht bear­bei­tet oder ver­öf­fent­licht.

Ich war damals ein wenig in den Bar­mer Anla­gen, ein­fach mal raus aus allem, ein wenig abschal­ten und ent­span­nen. So war jeden­falls der Plan. Beim zwei­ten Mal im Okto­ber ist mir das nicht unbe­dingt gelun­gen, ich lief ’ne Stun­de durch den Park und sah kaum ein loh­nen­des Motiv – obwohl es die dort natür­lich gibt. Als ich dann aber zum Schluss eine gute vier­tel Stun­de (oder län­ger?) auf der Bank geses­sen hat­te und mir alle Mühe gege­ben hat­te, nicht über alles Mög­li­che nach­zu­den­ken, dreh­te ich mich noch mal zur Dicke-Ibach-Trep­pe um und erkann­te da dann das Motiv. Hin und wie­der muss man die Ruhe haben und ein­fach mal sit­zen und nichts tun.

Einen Monat vor­her hat­te ich etwas mehr Glück, war dafür aber nicht allei­ne in den Anla­gen, so dass ich nicht unbe­dingt über­all die Zeit hat­te, in Ruhe zu foto­gra­fie­ren. Hin­zu kam noch, dass wir hin­ter­her noch von einem leich­ten Nie­sel­re­gen über­rascht wur­den und somit eh nicht mehr viel mit foto­gra­fie­ren war.

In den Bar­mer Anla­gen kann man schön in Ruhe spa­zie­ren und die Ruhe genie­ßen. Wer sich für die Geschich­te der Stadt (die Stadt Bar­men)  inter­es­siert, fin­det in der Grün­an­la­ge auch vie­le Denk­mä­ler, wie z. B. das Lud­wig-Rin­gel-Denk­mal. Die Bar­mer Stat­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ließ das Denk­mal aus Dank­bar­keit für ein sehr gro­ßes Erbe von einer Mil­li­on Mark errich­ten. Nach­dem das Denk­mal zer­stört wur­de und teil­wei­se bau­fäl­lig war, wur­de es 2012 in »abge­speck­ter« Ver­si­on wie­der reno­viert.

Auch dem in Bar­men gebo­re­nen (und auch dort ver­stor­be­nen) Dich­ter des West­fa­len­lie­des Emil Rit­ters­haus wur­de dort ein Denk­mal gesetzt. Die schon erwähn­te Dicke-Ibach-Trep­pe ist eben­falls ein (begeh­ba­res) Denk­mal, sie erin­nert an die bei­den Vor­stands­mit­glie­der des Bar­mer Ver­schö­ne­rungs­ver­eins  Fried­rich Wil­helm Dicke und Peter Adolph Rudolph Ibach, wel­che die Trep­pe 1897 stif­te­ten. Sie ver­bin­det das Rin­gel­tal in den Bar­mer Anla­gen mit der höher gele­ge­nen Joseph-Haydn-Stra­ße. Die Trep­pe fällt mit ihren wuchi­gen, bur­g­ähn­li­chen Aus­se­hen auch direkt auf. Nach auf­wän­di­ger Sanie­rung ist sie wie­der kom­plett nutz­bar, inkl. der Aus­sichts­platt­form am obe­ren Ende der Trep­pe.

Ein wei­te­res Denk­mal erin­nert an die Bar­mer Berg­bahn, 1894 Deutsch­lands ers­te Zahn­rad­bahn. Sie ver­band das Zen­trum Bar­mens mit dem Töl­le­turm und bot von da aus auch Anschluss an die Rons­dorf-Müngs­te­ner-Eisen­bahn und über­wand dabei einen Höhen­un­ter­schied von fast 170 Meter, an der steils­ten Stel­le waren es 18,5% Stei­gung. Wegen angeb­li­cher Unwirt­schaft­lich­keit wur­de sie 1959 still­ge­legt. In Wup­per­tal wird ihr immer noch »nach­ge­trau­ert«. Das Denk­mal zeigt eine Ach­se auf einem Stück Gleis und Ste­le erin­nern an den Stre­cken­ver­lauf.

Das war mein Ein­blick in einen klei­nen Teil der Bar­mer Anla­gen. Es lohnt sich wirk­lich, dort mal spa­zie­ren zu gehen, ob mit oder ohne Kame­ra. Ich soll­te auch mal wie­der unbe­dingt dort­hin  – wobei der Nord­park auch noch auf mei­ner Lis­te steht.

 

Wup­per­tals schö­ne Sei­ten
Nach­dem ich die­sen Post hier schrieb, dach­te ich mir, ich könn­te auch eine lose Serie dar­aus machen, da dies hier ja nicht der ein­zi­ge Bei­trag zu den schö­nen Stel­len Wup­per­tals ist (auch wenn die ande­ren schon ein paar Tage älter sind). Also hab ich die bis­her bei­den ande­ren Arti­kel raus­ge­sucht und wer­de sie hier drun­ter ver­lin­ken. Mit der Zeit wird die Serie dann grö­ßer.