Tja, es kommt ja immer anders als gedacht. Eigentlich wollte ich den Freitag Abend ja komplett in Essen bei Essen.Original verbringen und mir da zahlreiche Bands anhören. Doch da wurde/war es mir zu nass (und meine Hüftschmerzen zu groß), daher bin ich dann um die Ecke nach Gelsenkirchen zur KPR (Kunstperipherie Ruhrstadt) gefahren, wo das »Meinhard Siegel Trio Plus« spielte.

Mit Jazz hatte ich bis dahin relativ wenig zu tun, um nicht zu sagen gar nichts. Der Weg war ja nicht so weit, also hatte ich nichts zu verlieren – wenn es gar nichts gewesen wär, hätte ich ja jederzeit wieder fahren können. Ich konnte von daher nur gewinnen. Und genau das hab ich: Es war ein schönes Konzert. Diese Art Jazz, die die vier Herren gespielt haben, gefällt mir. Vier Herren? Bei einem Trio? Ja, deswegen ja das »Plus« dabei. Die zusätzliche Gitarre fügte sich sehr harmonisch ein. Wie gesagt, ich kenn’ mich mit Jazz gar nicht aus, kann also nicht sagen, in welchen Bereich sich das Trio (Plus) am besten einordnen lässt, aber es ist sehr hörbar. Wer die Chance hat, sie live zu sehen/hören, sollte sie nutzen.

Wer nicht da war, hat was verpasst. Vor allem, da der Eintritt frei war. Der Künstlerbeitrag wurde stilecht  mit einem Klingelbeutel eingesammelt. Weiter geht’s bei der KPR am Mittwoch mit dem Kanzellesen, diesmal Lyrik mit Dirk Juschkat, Harald Landgraf und Uwe Helfrich. Musikalisch kommen dann am Freitag Salander, Zukunftsmusik und Pink Pony in Danger. Allerdings läuft zeitgleich auch der Poetry Slam im C@fe-42 (Musik von Herr Lehmann und Jonas Künne). Am Samstag ist bei der KPR dann »Depeche Mode«-Party, ab 22.00 Uhr. Und zum Wochenendausklang treten dann am Sonntag Tommy Finke und Fataal auf.

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