Samstag Abend. Der Abend vor dem dritten Advent. Neun Tage noch bis zum Heiligabend. Das ein oder andere Weihnachtslied wurde auch »gesungen«. Aber besinnlich? Oder gar ruhig? Nein, das war der Abend nicht.

Denn an diesem Samstag Abend war ich endlich mal wieder im C@fe-42 in Gelsenkirchen. Und dort stand die »Metal Night« auf dem Programm. Gespielt haben Grimpact und Axolotl. Und das alles andere als leise.

Die Kapellen kamen ganz klischee-like mit ein paar Kisten Bier (das mit dem Dreimaster als Logo) und einem Fläschchen eines amerikanischen Getreidegetränkes an. Von all dem blieb am Ende des Abends nicht mehr viel übrig.

Aber auch musikalisch ließen sie nicht viel anbrennen und Grimpact riss von Anfang an das Publikum mit. Metal ohne Schnörkel, einfach grade raus. Eine Portion »Old School« dazu, nicht nur in der Kleidung und schon ist’s eine sehr gute Mischung. So wurde auch direkt zu Beginn schon gebangt, gemosht, gepogt … Über eine Stunde spielte Grimpact zur Freude ihrer Fans.

Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann Axolotl auf die Bühne. Mit ihnen wurde auch die Musik noch (etwas) härter. Einigen Besuchern wurde es zu hart und so lichteten sich die hinteren Reihen etwas. Vorne, auf und vor der Bühne tat es der Stimmung allerdings keinen Abbruch. Eine Setlist hatte die Kapelle nicht, stattdessen wurde live auf der Bühne der nächste Song ausgelost. Mal wurde das Los von der Band, mal von den Zuschauern gezogen. Nach jedem Song also die Spannung, was als nächstes gespielt wird.

Leider wurde das Publikum immer weniger. Woran es lag, kann ich nicht sagen. Es war sicherlich nicht der Musikgeschmack von allen – mittlerweile waren wir irgendwo bei Death-Metal und Thrash-Metal angekommen. Aber auch die Fans der ersten Band verließen nun leider zunehmend das C@fe-42.

Gitarren wurden zwar nicht auf der Bühne zerschlagen, ein Mikro-Ständer musste allerdings dran glauben. Ob Technik von der Bierfontäne zum Ende des Konzerts betroffen ist, war noch nicht klar. Wie mir später von jemandem gesagt wurde, war dies wohl noch ein harmloser Axolotl-Auftritt. Aber eine Show haben sie geliefert. Ob sie gefallen hat, muss jeder für sich entscheiden.

Ausblick

Im C@fe-42 geht es noch vor Weihnachten weiter, dann aber wohl etwas ruhiger. Am kommenden Freitag (21. Dezember) steht der letzte Poetry Slam des Jahres (im C@fe-42) an. Zugesagt haben Ilja, Micha-El Goehre, Marc mit c, Sarah Latza, Felix Krull, Jürgen Ludwig, Paul B, Sira und Christofer_mit_f. Der Slam-Gewinner gewinnt wie immer das, was die Zuschauer mitbringen. Für Musik wird Joseph Myers sorgen.

Musikalisch kommt als nächstes die erste Vorrunde des Battle of Bands im C@fe-42. Am 26. Januar wird dort Jaana als Opener auftreten, gefolgt von den drei Battle-Teilnehmern Stoned Elements, She Said Battlecat und Skip to Friday. Als Headliner des Abends treten die Vorjahressieger Afterdrunk auf.

Einlass ist wie üblich ab 19.00 Uhr, begonnen wird gegen 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, vorbeikommen lohnt sich also.

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